Symposium

absahnen 2012 und hedonism revisited 2012

Absahnen! & Hedonism revisited

17. April – 29. Mai

Absahnen
zum Programm in Leipzig 
zum Programm in Chemnitz
Textlinks aus dem Reader

eine Qualifizierungsmaßnahme der AG Arbeit
Auf der Suche nach dem suvbersiven Potential von Arbeit

Arbeit scheint mittlerweile weit mehr zu sein als das halbe Leben.
Sie ist nicht mehr unmittelbar an Lohn und damit an Broterwerb gekoppelt, sondern ist in einer Weise entfesselt, dass sie zum Instrument gesellschaftlicher und individueller Zurichtung geworden ist.

Die vermeintliche Kopplung von Persönlichkeitsentfaltung und Wertschöpfung entwickelt eine Dynamik, die zum einen höchst produktiv, zum anderen aber auch destruktiv wirksam werden kann. In all jenen Zusammenhängen, in denen es jenseits von Minimalbeträgen eigentlich nicht um Geld geht, also Praktika, Projektarbeit, freie Kulturarbeit, politisches und soziales Engagement und Sorgearbeit kommt die Kategorie des symbolischen Kapitals ins Spiel: Ist es bloss Spielgeld oder doch eine Art Parallelwirtschaft? Bieten sich Möglichkeiten der Kritik und womöglich gar Ansätze kritischer Praxis?

Anlässlich von Absahnen haben die OrganisatorInnen eine Textsammlung erstellt, die ihre persönlichen thematischen Schwerpunkte markiert und die als Gesprächsgrundlage dienen soll.

Wir möchten auch hinweisen auf die Veranstaltungsreihe „Call of the crisis“ von „The future is unwritten“ vom 05. März bis 21. April in Leipzig sowie auf „Absahnen –Arbeitsbefreiungs-maßnahmen I“ vom 01. Mai bis 08. Mai in Chemnitz.

Absahnen wird gefördert von EKLAT und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Hedonism revisited

Auf der Suche nach dem Glück in einer Welt voller Kapitalismus und Patriarchat

Zwei kleine Symposien, ein Ausflug in Grüne und ein Könferenzchen
(Roter Baum Leipzig / EKLAT)
Leipzig 14.06.2012 – 14.07.2012

Nicht erst seit vorgestern führen verschiedene theorie- und praxisorientierte Richtungen der Linken Debatten über Hedonismus. In anderthalb Jahrzehnten um die letzte Jahrhundertwende herum wurden Ideen von einem genussvollen Leben in diesen Zusammenhängen besonders häufig positiv diskutiert. Das aufgefächerte Spektrum der Positionen erstreckte sich von der so genannten antideutschen Debatte über die Poplinke bis zu queer- und postfeministischen Freiraum- und Emanzipationsdiskursen.

Während linke Spass- und Genusskulturen weiterhin bestehen, verstärkt sich in den letzten Jahren Kritik an einem Hedonismus, der als oberflächlich, massenkulturell anschlussfähig oder entsolidarisierend charakterisiert wird. „Hedonism revisted“ ist ein Symposiumsprojekt auf der Suche nach kritisch differenzierten Antworten jenseits von Bashing und unreflektierter Affirmation.